Piesberg mit Aussichtsplattform2017-04-25T13:27:46+00:00

Piesberg mit Aussichtsplattform

Im Süden der Gemeinde Wallenhorst erhebt sich der Piesberg. Der Berg, dessen Name wohl auf die an seinem Fuß liegende Bauernschaft Pye im Gebiet der Stadt Osnabrück zurückzuführen ist, liegt 175 Meter über dem Meeresspiegel.

Entstanden ist der Piesberg in der Zeit des Karbons von etwa 300 Millionen Jahren. Damals war die Gegend um Osnabrück herum feuchtwarm und küstennah. Nachdem die Pflanzen der Waldmoore abgestorben haben, verwandelten sie sich im Laufe von Millionen Jahren in Steinkohle. Sand- und Kiesbänke verfestigten sich zu Sandstein und Tonsteinschichten. Die Erdschichten der folgenden Erdzeitalter überlagerten die Gesteine des Karbons, bis ein unterirdischer Vulkan vor 70 Millionen Jahren die Geburtsstunde des Piesbergs einläutete, indem er tief versunkene Gesteinsschichten an die Erdoberfläche trieb. Steinkohle, Schiefertone und Sandsteine sind am Piesberg bis heute zu finden.

Die kulturgeschichtliche Entwicklung des Piesberges begann um 1540 mit dem oberirdischen Abbau von Steinkohle an den Enden der Flöze. Ab dem frühen 18. Jahrhundert legte man zusätzlich Stollen an und förderte von da an mehrere hundert Jahre lang die wertvolle Anthrazitkohle des Piesbergs, bis die Zeche 1898 stillgelegt wurde.

Auch heute ist der Piesberg mit den hoch aufragenden Windrädern nicht zu übersehen. In den kommenden Jahren aber wird sich sein Gesicht entscheidend verändern. Das Ende des 100-jährigen Gesteinsabbaus ist absehbar. Die Stadt Osnabrück will dann die industriegeformten Bereiche des Berges – vor allem den gigantischen hohlen Zahn des Steinbruchs – in einen „Kultur- und Landschaftspark Piesberg“ integrieren und für die sanfte naturnahe Erholung erschließen.

Aussichtsplattform Steinbruch Lechtingen

Ein beeindruckender Rundblick über die einmalige Landschaft des Piesbergs bietet sich von der Aussichtsplattform Steinbruch im Wallenhorster Ortsteil Lechtingen aus. Zu erreichen ist diese vom Parkplatz an der Pyer Straße, Ecke Grubenweg aus.

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